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   in da plaze ta be, in da plaze ta be:           :                     :
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 |    op+ rezinedkbgdz       1-800-SUICIDE            no toys wanted!     |
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|               GRAFFITI                 |
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|  "Riesenschweinerei" oder "Subkultur" ?  |
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|   GERMAN TEXT ABOUT HANNOVER GRAFFITI!   |
|   Part of DKBs H-Over-Series [1-??]      |
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  :  D I E  K R A N K E N  B O M B E R !
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 Folgende Artikel wurden am 27.1.98 in einem Sonderreport der
 Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) abgedruckt.
 Ich dachte mir ma so, das es vielleicht auch Leute in anderen Stdten
 interressiert, was so die Hannoversche ffentlichkeit von Graffiti hlt,
 die Artikel sind nhmlich total bescheuert =)   |
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               =================================================
                Graffiti / "Riesenschweinerei" oder "Subkultur"
               Hausbesitzer und Sprayer liegen heftig ber Kreuz
               =================================================

   Hannover liegt an vierter Stelle. Nach Hamburg, Berlin und Frankfurt
   ist hier die Graffitiszene am grten. Hausbesitzer verzweifeln vor
   beschmierten Wnden - die Sprayer sehen sich als "Knstler". Die HAZ
   hat die Szene und ihre Opfer unter die Lupe genommen.


   NUR NOCH DER JUNGE EFEU HILFT
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   Reinhard Rode nimmt kein Blatt vor den Mund: "Das ist eine Riesenschwei-
   nerei", wettert der ltere Herr. "Da mte der Oberbrgermeister endlich
   mal was tun." Rode meint die weie Wand vor seinem Einfamilienhaus - 
   genauer das, was noch von ihr zu sehen ist: Die Mauer an der Gro Buch-
   holzer Schierholzstrae ist berst mit flchtig gesprhten Schriftzgen.
   Die bunten Hinterlassenschaften von Graffiti-Sprayern zu entfernen hat
   Rode lngst aufgegeben. "Da kommt nicht mehr hinterher. ber Nacht ist
   alles wieder da."

   Wie Rode geht es etlichen hannoverschen Hausbesitzern. Sie rgern sich
   malo ber vollgesprhte Wnde, das Wort "Graffiti" ist zum Reizwort
   geworden. "Man kann berall hinkommen, berall stt man auf diese wider-
   liche Unsitte", ereifert sich ein Eigentmer, der seinen Namen nicht
   nennen will, weil er "Angst vor Revanche" hat. "Das ist ein Anpissen von
   Husern. Wer sprht, will seine Duftmarke setzen wie ein Hund."

   Einen Unterschied zwischen privatem und ffentlichem Eigentum machen die
   Sprayer nicht. Schulen und Friedhofsmauern, Fugngertunnel und Museen:
   "Wenn wir alle stdtischen Gebude auf einen Schlag graffitifrei machen
   wollten, wrde das fast drei Millionen Mark kosten", erklrt Hans Senger,
   Abteilungsleiter im stdtischen Hauptamt. Eine theoretische Rechnung.
   Soviel Geld ist nicht in der Stadtkasse. Maximal 150 000 Mark im Jahr
   stehen zur Verfgung, um die Wnde mit Heiwasser und Hochdruck wieder
   sauber zu machen - zumindest auf Zeit. Es gibt bestimmte Bauwerke, die die
   Sprher immer wieder anziehen. "Die Mauer am Hohen Ufer haben wir mittler-
   weile aufgegeben", seufzt Senger.

   Bei zwei Objekten der Begierde, der Berufsschule am Goetheplatz und der
   Mauer des Limmerschen Friedhofs, haben er und seine Mitarbeiter eine neue
   Strategie getestet. Sie sorgten dafr, da frische Graffiti mglichst am
   nchsten Tag entfernt wurden. Immer wieder. "Irgendwann verging denen dann
   die Lust am Sprhen, weil alles gleich wieder weg war."
   Schnell reinigen um den Spa am Sprayen zu verderben - darauf setzt auch
   die stra (Anm. von rZ!: unsere good ol' Verkehrsgesellschaft). "Be-
   schmierte Bahnen kommen gleich in die Waschanlage", sagt Unternehmens-
   sprecher Dirk Sarnes. Graffiti in U-Bahn-Stationen und an Bushaltestellen
   werden mit speziellen Lsungsmitteln entfernt. "Das ist Tagesgeschft",
   meint Sardes lapidar. Unterm Strich schlgt es mit 500 000 Mark jhrlich
   zu Buche. "Wir haben tausend Nahverkehrswagen auf der Schiene, 70 Prozent
   davon sind besprht", klagt Hans-Jrgen Frohns, Sprecher der Deutschen
   Bahn AG in Hannover. Neulackierte Wagen rollen mit Spezialfolien durch die
   Gegend: Gesprhtes bleibt auf dem dnnen Film haften, der lt sich einfach
   abziehen, der Lack wird geschont.

   Mit hnlichen Schutzschichten hat man auch in Herrenhausen gute Erfahrungen
   gemacht. Das Bibliotheksgebude gegenber dem groen Garten hat im ver-
   gangenen Sommer eine abwaschbare Hlle bekommen. Weil sich die Farbe
   jetzt besser beseitigen lt, sei offenbar so manchem die Lust am Sprhen
   vergangen, vermutet Gartenchef Hans-Georg Preiel. Auch die Mauern am
   Groen Garten und der Leibniztempel im Georgengarten seien immer wieder
   Ziel von Attacken aus der Sprhdose. "Und die Wasserkunst sieht katastro-
   phal aus." All diese Baudenkmler zu schtzen, sei unbezahlbar. Notgedrun-
   gen lasse man die Schmierereien einfach stehen: "Die stndige Hochdruck-
   reinigung schdigt die alte Bausubstanz." Fr Eigenheimbesitzer wie Reinhard
   Rode wird es teuer vorzubeugen: Spezialanstriche fr verputzte Wnde oder
   Schutzfolien fr Klinkerfassaden kosten bis zu 10 000 Mark. "Wer kann sich
   so was schon leisten?" fragt Rode. Und stndig nachts aus dem Fenster
   schauen knne man schlielich auch nicht. Der Graffiti geplagte setzt jetzt
   auf die Hilfe der Natur: Er lt jungen Efeu ber seine Mauern ranken.   jk





   AUCH IM UMLAND IST ES BUNT
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   Der Rathausplatz in Hemmingen - kaum ein Gebude das nicht von schwarzen
   Sprhkrakeleien berzogen ist. Im Durchgang eines Wohnblockes prangt ein
   groes rotes Graffito, und in den angrenzenden Straen sind die Buchstaben
   RBS auf fast jedem Garagentor zu finden. Auch das Jugendzentrum der Gemein-
   de wurde vor kurzem besprht. Die hannoversche "Bombing Crew 53" hat sich
   dort verewigt.

   Mittlerweile sind nach den jngsten Sprhaktionen eine Reihe von Anzeigen
   wegen Sachbeschdigung im Hemminger Polizeirevier eingegangen. "Vergleiche
   mit Ermittlern in Hannover zeigen, da hier im Ort fast alle hannoverschen
   Sprayer aktiv waren", berichtet der Polizeibeamte Rudolf Kiesel. Die
   Graffiti-Opfer sind unterdessen selbst aktiv geworden: "Glcklicherweise
   haben wir die Schmierereien mit dem Hochdruckreiniger abbekommen.", sagt
   die Hemmingerin Ursula Hesse. "Wir haben Anzeige erstattet", betont dage-
   gen Jrgen Laubinger stellvertretend fr viele Geschdigte im Ort.

   Doch nicht nur in Hemmingen leiden Hausbesitzer und Geschftsinhaber unter
   den Sprhereien. Alle Stdte und Gemeinden im Landkreis sind davon mehr
   oder weniger betroffen. Dabei spielt die Nhe zur Landeshauptstadt kaum
   eine Rolle. Whrend in Barsinghausen, Wennigsen, Hagen bei Neustadt a.Rbg
   und im Burgwedler Ortsteil Thnse noch vor kurzem Sprayer ihr Unwesen
   trieben, klopft der Pattenser Polizist Hans-Dieter Mller auf Holz: "Bei
   uns ist es seit einem halben Jahr wieder ruhig." Acht Jugendliche konnte
   die Polizei im vergangen Sommer in Mellendorf dingfest machen. Vier
   Sprayer gingen etwa zwitgleich den Ronnenberger Kollegen ins Netz, zwei
   Jugendliche ertappte eine Lehrter Streife im Dezember. In Isernhagen,
   Neustadt, Seelze, Sehnde, Springe und Wunstorf gibt es zur Zeit kaum Klagen
   Da es in Burgdorf, Garbsen, Gehrden und Lehrte vergleichsweise ruhig zu-
   geht, fhrt die Polizei auf die legalen Sprhmglcihkeiten zurck, die
   Kommunen, Unternehmen und Privatleute zur Verfgung stellen.




   "DIE GUCKEN DOCH AUCH PICASSO AN"
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   Sechs Mark fr eine Sprhdose? "Das ist eine teure Sache. Ich hab echt
   viel gebraucht, manchmal 30 Stck in zwei Wochen."
   "Watch" - (Anm. von rZ: Natrlich unter falschem Namen, aber Hannover's In-
   sider wissen natrlich sofort um welchen bekannten Maler es sich hier han-
   delt =))- nennt er sich, 18 Jahre alt, Dreadlocks, leise Stimme. Jahrelang
   gehrte er zu den aktivsten Sprayern in der Sdstadt, zog jedes Wochenende
   um die Ecken, "immer die Bullen im Nacken". Ab und zu ist er noch unter-
   wegs, aber immer fter hlt er sich zurck. Seine Freundin hat ihn gebeten
   "Ganz aufhren - das kann ich nicht. Es ist in einem drin. Es ist eine
   Sucht."
   Eine "echte Subkultur" sei es, die sich an Hannovers Hauswnden austobt,
   meint "Watch". Von den vielen "Mitlufern" will er nichts wissen: "Alles
   Schulkinder, die einmal im Leben einen Ghettofilm gesehen haben!"
   "Graffiti Wild Style" oder "Beatstreet" - das seien die richtigen Filme.
   Es gehe um "fame". Je aktiver ein Sprayer, desto grer sein Bekanntheits-
   grad. "Es ist ein tolles Gefhl, wenn Freunde sagen: Geiles Ding, das du
   da gemacht hast."

   Mit "tags" hat er angefangen, den Namenszgen der "writer": "Ein paar
   Sekunden Kick und dann weg." berall hinterlie er sein Zeichen - auf
   Wnden, Mlltonnen, Zunen. Nur nicht auf Autos und Kirchen. "Die sind
   tabu. Aber nicht alle halten sich dran, klar." Mehr als 400 Mann stark sei
   der harte Sprayerkern in Hannover, behauptet "Watch". Die meisten davon
   Einzelkmpfer. "Aber es gibt auch crews, die bomben nur in ihrem Viertel."

   Irgendwann dachte er "taggen ist nicht alles". Er verbesserte seine Technik
   trat ein in den "battle" um den "style", der in der Sprayerszene tobt. Immer
   fter tauchten grere "pieces" von ihm auf.
   Was treibt ihn? Das "Ich-war-hier-Gefhl", nicht unbedingt die Lust am
   Verbotenen. "Und wir sind Knstler", sagt "Easy" (Anm.von rZ: Auch falsch,
   hehe), 21 Jahre alt und ein Kumpel von "Watch". "Ich kann echt verstehen
   das Hausbesitzer das tzend finden, wenn wir frisch gestrichene Eigenheim
   wnde besprhen. Aber die Wand wird doch schner dadurch." "Kleinkariert"
   seien die Nrgler. "Die gucken sich doch auch Picasso an, warum nicht
   Graffiti?"

   Wie oft ist "Watch" kontrolliert worden? Grinsen. "Richtig oft. Zweimal
   haben sie mich festgenommen, einmal stand ich vor Gericht." Da sei er das
   erste Mal ins Grbeln gekommen: "Ich sa sechs Stunden in der Zelle, und
   in einer Sekunde schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Ich dachte
   an meine Eltern, an die Zukunft, und verdammt - was soll der Mist?" Das
   Urteil: Freispruch. Die Eltern wissen bis heute nicht genau, was er treibt.

   "Bei der Bustung hab ich mich so dreckig gefhlt wie noch nie in meinem
   Leben", sgat "it", auch ein Sprayer. Mehr "halls of fame", also Wnde zum
   legalen Sprayen, wrden die Situation verbessern, sagt er. In Hannover sei
   tote Hose. Die Glocksee und der Welfenplatzbunker waren gut, aber da sei
   es ja auch schon wieder verboten. "Wo sollen wir hin?" Es blieben eben nur
   fremde Hauswnde. "Schden nehmen wir in Kauf."


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                                             tibbelidipp by rezine^dkbrigade
                                        tippfehler sind breitheitsbedingt =)


 pheew... das war ne menge tipperei, aber ich hoffe das ihr wenigstens etwas
 lachen knnt. wenn mehr solcher Artikel erscheinen werden lege ich mir glaub
 ich einen Handscanner und Texterkennungsscheiss zu =).
 Ich werde in absehbarer Zeit eine Hannover-Special-Series releasen, incl.

    - HOver Murals
    - HOver Bombings
    - HOver Steeltrains
    - alle Zeitungsartikel die erwhnenswert sind
    - und vielleicht auch noch n paar Interviews/Infos (ma schaun)

 watch out...

 Am 28.1. war auch noch n ganzseitiger Report ber Graffiti (fortsetzung
 zu diesem hier), aber ich bin jetzt zu faul um den abzutippen....
 den hau ich aber wahrscheinlich in den nchsten zwei tagen noch ma nach-
 trglich raus... 

 Shoutoutz und Respekt an folgende compadres :

      - Sane2, Krash, Tricycle, Eddie (aaahhr... ich krieg nie n vernnftigen
        connect bei dir :( ), Joshija, Outraider (?!), die ganze DKBPosse,
        und sonst alle die ich kenne und jetzt vergessen hab... aber vor allem
        an alle maler dieser welt.. keep on rockin against the system....



                                                   ... .  .    .   .. ....
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